5. One World Festival Berlin
ONE WORLD BERLIN ist das Partnerfestival vom One World International Human Rights Documentary Film Festival in Prag, das im März 2008 zum zehnten Mal stattfand. ONE WORLD BERLIN wird von EYZ Media in Kooperation mit zahlreichen Menschenrechtsorganisationen und -initiativen veranstaltet. Spielorte sind Kino Arsenal, Kleisthaus und ACUDKino. Insgesamt sind über 35 Filmprogramme während des Festivals zu sehen. Alle Filmvorführungen werden von Gesprächen mit Filmemachern und Experten begleitet.
Thematische Schwerpunkte des diesjährigen Festivals sind 60 Jahre Allgemeine Menschenrechtserklärung – errungenschaften und Herausforderungen; Architektur, Stadt-/Raumplanung und Menschenrechte; die Menschenrechtssituation von Lesben, Schwulen und Transidenten im internationalen Vergleich. Des weiteren wird ein regionaler Fokus mit Filmen aus und über Lateinamerika, veranstaltet in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), das Programm ergänzen.
Zu den bereits bestätigten Festivalfilmen gehören: Chicago 10 von Brett Morgan, der den Prozess gegen Kriegsgegner und deren von der Polizei brutal niedergeschlagen Protestaktionen beim Demokratischen Parteikonvent in Chicago 1968 in einer Mischung aus Dokumentaraufnahmen und Zeichentrick wiedergibt. Zu den Angeklagten gehörten Ikonen der US-Linke wie Abbie Hoffman, Jerry Rubin, Tom Hayden und Black Panther Bobby Seale. Nick Nolte, Mark Ruffalo, Roy Scheider und Liev Schreiber wirken als Sprecher mit. Der Film ist als Berlin-Premiere zu sehen. Ein weiteres Programmhighlight ist die australische Dokumentation Bomb Harvest von Kim Mordaunt über Streubomben in Laos, die von den US-Streitkräften während des Vietnamkrieges abgeworfen wurden und deren Entschärfung und Beseitigung durch Minenexperten; eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hilfsorganisation Landmine.de. Im Rahmen des Schwerpunkts Architektur, Stadt-/Raumplanung und Menschenrechte zeigt das Festival Neuland, ein Filmessay von Daniel Kunle und Holger Lauinger, der die ökonomischen und sozialen Folgen der post-Wende Deindustrialisierung in den Neuen Bundesländern zeigt. Es geht dabei gleichzeitig auch um Menschen und Projekte, die die entstandenen Leerräumen mit Neuem füllen. Jochen Hicks Berlinale-Beitrag EAST/WEST – Sex&Politics über die Gay Rights Bewegung in Russland und deren Kampf gegen der homophoben Stadtregierung Moskaus, um dort eine Gay Pride Parade zu halten, bildet einen Höhepunkt des lesbisch-schwulen-transidenten Fokus. Eröffnet wird das Festival mit Preisträgern des Kurzfilmwettbewerbs »Alle Menschen sind frei und gleich« der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft und des Goethe-Instituts.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, VisionKino, der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft, dem Goethe-Institut und dem Tschechischen Zentrum Berlin findet vom 24. bis 26. November 2008 im Kino Arsenal ein gesondertes Schulfilmprogramm statt als Bestandteil der SchulKinoWochen Berlin. Der Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Günter Nooke, ist Schirmherr des Schulfilmprogramms.
Termin
20. — 26.11.08