Was bisher geschah
Serielles Erzählen im zeitgenössischen amerikanischen Fernsehen
Sascha Seiler (Hrsg.)
240 Seiten
19,90 Euro
ISBN: 978-3-9806313-8-9
Die Dramaturgie der Fernsehserie hat seit den späten 90er Jahren eine revolutionäre Wende hin zum an der Literatur geschulten Story-Arc, bzw. dem Continuity-Prinzip genommen. Durch die überaus erfolgreiche internationale Vermarktung von Fernsehserien auf DVD sind zudem neue erzählerische Möglichkeiten für komplexere Zusammenhänge, folgenübergreifende Spannungsbögen und anspruchsvollere Ästhetik möglich geworden. Serien wie »Lost«, »24«, »Sopranos« oder »Six Feet Under« haben so nicht nur eine qualitative Revolution und eine Renaissance der Fernsehserie ausgelöst, sondern auch ein internationales Publikum begeistert.
Trotz zahlreicher Beachtung durch die Feuilletons gibt es in Deutschland bisher kein Buch, das sich umfassend mit diesem neuen Massen-Phänomen auseinandersetzt. Selbst Einzeluntersuchungen zu erfolgreichen Serien beschränken sich hauptsächlich auf Episode-Guides. Es ist an der Zeit, die neuen Serien und ihre Erfolgsrezepte auf hohem analytischem Niveau zu untersuchen.
»Was bisher geschah« beschreibt in Einzelartikeln die dramaturgische und qualitative Innovation, die in den letzten Jahren im US-Fernsehen stattfindet, angefangen bei den revolutionären writer/producer-Modellen und dadurch entstehenden neuen Dramaturgieformen des Bezahlsenders HBO, über die Behandlung gesellschaftsrelevanter Themen in den nationalen Fernsehstationen bis zu den neuartigen Methoden in Marketing und Zuschauerpartizipation bei den Networks.
The Wire (Sascha Seiler)
24 (Lars Koch)
Battlestar Galactica (Stephan Packard)
Heroes (Andreas Rauscher)
Nip/Tuck (Rebecca Grünschläger)
Damages (Carsten Tritt)
Six Feet Under (Tina Weber)
The West Wing (Daniel Bickermann)
Rome (Oliver Baumgarten)
Dexter (Dennis Eick)
Lost (Sascha Seiler)
Deadwood (Martin Holtz)
Sopranos (Annekatrin Bock)
In Treatment (Thomas Klein)
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